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Verschmutzungen durch Mauerspinnen
Die sehr kleine Mauerspinne, ca. 1-3 mm groß, gehört zu den Kräuselspinnen. Die Mauerspinne kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und verbreitet sich zunehmend in unsere Regionen. Dies ist wohl stark vom Klima abhängig, da zur Zeit die Grenze etwa in der Mitte von Deutschland liegt und diese im Norden noch nicht vertreten ist.
Diese Mauserspinnen legen keine freistehenden waagrechten oder senkrechten Netze an, sondern weben mit einem stark gekräuselten Faden meist unregelmäßige, handtellergroße Netze direkt an die Hausmauer, die schnell durch Straßenstaub verschmutzen. Bevorzugt werden wettergeschützte Stellen, meist unter Dachuntersichten oder Balkonen. Zur Lebensgewohntheit der Mauerspinne gehört eine gewisse Mobilität. Die aus den Eiern geschlüpften Jungspinnen werden mit Hilfe von Spinnfäden und Wind über größere Entfernungen transportiert und suchen sich einen neuen Lebensraum.
Die Möglichkeiten, ein Haus vor dem Befall der Mauerspinne zu bewahren, sind sehr begrenzt. Die Wahl der Fassadenbeschichtung hat keinen Einfluss auf die Population der Mauerspinne. Diese gedeiht auf ungestrichenem Mauerwerk genauso gut wie auf allen Anstrichen, ob Dispersions-, Siliconharz- oder Silikatfarbe.
Beschichtungsstoffen so genannte Spinnengifte, also Insektizide, zuzusetzen, scheint nicht der richtige Weg zu sein. Diese Insektizide können nicht unterscheiden zwischen Spinnen und z.B. Bienen. Wenn der Anstrich ein solches Insektizid enthält, besteht die Gefahr, dass nicht nur die Spinnen vom Außenmauerwerk vertrieben, sondern auch Bienen und andere Insekten getötet werden.
Eine chemische Keule zur Abwehr der Mauerspinne würde ohnehin nur von kurzer Wirkungsdauer sein. Diese Insektizide werden durch Witterungseinflüsse relativ schnell abgebaut und verlieren ihre Wirksamkeit.
Eine sinnvolle und oft praktizierte Möglichkeit, sich der Mauerspinne zu entledigen, ist eine kräftige Heißwasser-Hochdruckreinigung oder die Fassadenfläche einfach nur mit Wasser abzuspritzen. Damit werden die schmutzigen Fangnetze sowie die Spinneneier abgewaschen und die Spinnen vertrieben.
Da die Spinnen wohl beleuchtete Flächen bevorzugen, sollte man versuchen, diese Randbedingung zu ändern. Beim eigenen Hoflicht, das bisher die ganze Nacht durchbrannte, kann man einfach abschalten. Bei Straßenlampen kann man sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung setzen - bei einigen Lampentypen gibt es die Möglichkeit, dass sie zu den Hauswänden abgeschattet werden. Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit, diesen lästigen Hausbewohner loszuwerden.